Flüchtlinge und Unternehmen: Beraten, vernetzen, begleiten

Nur etwa jeder zweite Flüchtling schafft es laut OECD und IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)*innerhalb der ersten fünf Jahre in Europa auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit dies in Göttingen schneller und sicher gelingt, hat die BFGoe eine Integrationskette entwickelt.

Sie setzt sich aus den Elementen "Sprachkurs", "berufliche Orientierung und Qualifizierung" und "Praktika bzw. Heranführen an Arbeit oder Ausbildung" zusammen. Ergänzt wird sie durch die "Arbeitgeberberatung" und die "überbetrieblichen Integrationsmoderatoren". Diese beiden Bausteine sorgen dafür, dass die Integration in den Arbeitsmarkt erfolgreich ist. Ihre Mittel: Umfassende Beratung und Information, das Vernetzen von Unternehmen und Flüchtlingen und die Begleitung des Integrationsprozesses. Dabei unterstützt die 'Arbeitgeberberatung' Unternehmen, die bereit sind, Geflüchtete einzustellen, u.a. in rechtlichen Fragen oder bei der Beschaffung lohnsteuerrelevanter Unterlagen. Auf Wunsch werden auch geeignete Teilnehmer aus dem Projekt "Willkommen in Göttingen" (WiG) vermittelt, die sich gezielt auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet haben. Das neue Modellprojekt des Landes Niedersachsens "Überbetriebliche Integrationsmoderatoren", für das die BFGoe als Träger ausgewählt wurde, zielt auf die Begleitung der innerbetrieblichen Integration ab. Über einen Zeitraum von zwei Jahren unterstützen die Integrationsmoderatoren diesen Prozess und stehen dabei sowohl dem Unternehmen als auch den Flüchtlingen beratend zur Seite. Weitere Informationen zu beiden Projekten gibt Susanne Hirse, 0551 400 3606, s.hirse(at)goettingen.de

*Nach der Flucht: Der Weg in die Arbeit: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Deutschland, OECD 2017