Rückblende: Was wurde aus Sharif I.?

Anfang des Jahres stellten wir Sharif I. vor, der als Flüchtling am beruflichen Integrationsprojekt „Willkommen in Göttingen“ teilnahm. Wie geht es ihm heute?

Als Sharif I. 2015 als Flüchtling nach Göttingen kam, besaß er bereits Vorwissen in der Krankenpflege und hoffte, hier daran anknüpfen zu können. Als Teilnehmer des Projekts "Willkommen in Göttingen" (WiG), das Geflüchtete auf ihre Integration in den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet, entschied er sich für eine berufliche Qualifizierung bei Vitalia, einem Angebot der BFGoe-Werkstätten. Es führt in die Grundbegriffe der Bereiche "Gesundheit und Soziales" ein. Ein Praktikum im Göttinger Krankenhaus Neu-Maria-Hilf schloss sich an. Aufgrund seiner sehr guten Arbeit dort, wurde dem 23-Jährigen die Möglichkeit eingeräumt, sich für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bewerben zu können. Vorbedingung: Er baut seine Deutsch-Kenntnisse weiter aus.

Mit Motivation zum Erfolg

Seither arbeitete Sharif in einem Aufbaukurs kontinuierlich an seinen Deutschkenntnissen, auch um auf das Fachdeutsch besser vorbereitet zu sein. Im Juni war es dann soweit: Das lang ersehnte Vorstellungsgespräch in der Krankenpflegeschule des Weender Krankenhauses fand statt. Mit einem erfreulichen Ergebnis: Im April 2018 beginnt der Sudanese eine dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Eine Tatsache, die besonders Petra Scherrer vom Projekt Vitalia freut: "Durch seine positive Haltung und hohe Motivation hat er sein Ziel erreicht. Er hat es wirklich verdient."

Seit Ende 2015 konnten über "Willkommen in Göttingen" 33 geflüchtete Frauen und Männer nachhaltig in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. Das Projekt wird gefördert von der Stadt Göttingen und der Agentur für Arbeit.