Schmelcher löst Linne als Vorstand der BFGoe ab

Christian Schmelcher führt ab August die Geschicke der BFGoe. Der Verwaltungsrat unter Vorsitz des Göttinger Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler wählte Schmelcher zum neuen Vorstand. Dieser übernahm die Aufgaben von Dietmar Linne, der in den Ruhestand gegangen ist.

(v.l.n.r.): Sozialdezernentin Petra Broistedt, Dietmar Linne, neuer BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher und der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen Rolf Georg Köhler. Foto: BFGoe

Schmelcher ist bereits seit 2005 bei der BFGoe tätig, seit drei Jahren als Stellvertreter von Dietmar Linne. Der gebürtige Frankfurter studierte in Göttingen Betriebswirtschaft und erwarb eine Zusatzqualifikation in Gestaltberatung, die er lange Zeit in der Gründungsberatung MOBIL der BFGoe einsetzte. Der 42-Jährige sieht die Herausforderungen der nächsten Jahre insbesondere in den Änderungen der EU-Arbeitsmarktpolitik durch den Brexit, in der Integration der in Göttingen lebenden Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und im Mangel an (sozial-) pädagogischen Fachkräften.  

Arbeitsmarktpolitik auf kommunaler und europäischer Ebene 

Dietmar Linne begrüßte die Berufung Schmelchers und ist sicher, dass "die BFGoe unter seiner Leitung fachlich und wirtschaftlich weiter prosperieren wird". Er selbst begann 1985 bei der Stadt als Sozialarbeiter im Jugendamt. Die Abteilung "Hilfen zur Arbeit" baute er als deren Leiter in den Folgejahren zum "Amt für Beschäftigungsförderung" aus. Nach der Ausgründung 2003 wurde Linne dann zum Vorstand der neuen "Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) berufen. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche innovative Projekte um Menschen, die einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, ins Berufsleben zu integrieren. "Ein Höhepunkt meiner Arbeit war für mich die Anerkennung vieler unserer Ideen als Best Practice. Aus einem EU-Adaptprojekt entstand z.B. die Gründungsberatung MOBIL", erinnert sich Linne. 1993 gelang es ihm erstmals, europäische Mittel für ein Projekt einzuwerben - zugleich die Geburtsstunde des städtischen Europabüros. Resultierend aus den Herausforderungen der Flüchtlingskrise gab Linne 2015 den Anstoß für das Bildungszentrum für Flüchtlinge der Stadt Göttingen, das seither sein Angebotsspektrum ausbaut, um Geflüchteten eine berufliche Perspektive zu bieten.