Gemeinwohlökonomie: BFGoe erstellt Bilanz

Gewinnmaximierung statt Sozialverträglichkeit, Wachstum statt Nachhaltigkeit, Konkurrenz statt Kooperation: Die Schattenseiten der sozialen Marktwirtschaft sind für jedermann sichtbar. Die BFGoe trägt nun ihren Teil dazu bei, das zu ändern.

„Wir haben uns gefragt, was wir ändern können. Mit der Nutzung fairer gehandelter Produkte und der E-Mobilität, leisten wir bereits einen Beitrag. Das ist unserer Auffassung nach aber nicht ausreichend“, berichtet BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher. Aus diesem Grund unterstützt die BFGoe seit Jahresbeginn die „Initiative Gemeinwohlökonomie“ und lässt aktuell ihre Angebote und das unternehmerische Handeln bilanzieren.

Die Gemeinwohlökonomie ist ein überparteilicher Gegenentwurf zur aktuellen Wirtschaftsweise. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der sozialen, ökologischen und demokratischen Ausrichtung des (unternehmerischen) Handelns nicht auf dem finanziellen Gewinn. Der Erfolg eines Unternehmens bemisst sich vor diesem Hintergrund daran, in welchem Maß das Gemeinwohl gefördert wird. Ziel ist es, demokratische Grundwerte in den Gesetzen der Marktwirtschaft zu verankern. Verhalten sich Unternehmen entsprechend dieser Regeln, werden sie durch Vergünstigungen wie z.B. eine geringere Mehrwertsteuer oder günstigere Kredite „belohnt“. Die Gemeinwohl-Bilanz macht für Verbraucher*innen transparent, welchen Beitrag die Unternehmen zum Gemeinwohl leisten.

„Die Entscheidung, die Gemeinwohlökonomie zu unterstützen, ist nur folgerichtig. Wir arbeiten bereits im öffentlichen Auftrag, all unsere Angebote sind sozial und am Gemeinwohl orientiert. Zudem sind wir bemüht, nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften. Die Bilanzierung eröffnet uns die Möglichkeit, weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzudecken“, erläutert BFGoe –Vorstand Christian Schmelcher. Die Bilanzierung erfolgt in Abstimmung mit dem Referat für Nachhaltigkeit der Stadt Göttingen und gemeinsam mit der KDG, dem Seniorenzentrum und dem Deutschen Theater und soll noch 2021 abgeschlossen werden.