Grünes Levinquartier

Viel versiegelte Fläche und drei Altbauten: 2022 erarbeiten wir ein Konzept, wie das Gelände des künftigen BFGoe Bildungscampus klimagerecht aufgewertet werden kann. Die Förderzusage dafür haben wir im Dezember erhalten.

Zustand vor Abriss der alten Produktionsschule (rechts): Das gesamte Gelände soll mehr Grünflächen erhalten. Foto: Google Maps; Abruf Dezember 2021; Beschreibung (gelb) BFGoe

8.306 Quadratmeter versiegelte Fläche und drei Altbauten, die sich im Sommer stark aufheizen: Was den Klimaschutz und das Mikroklima anbetrifft, ist das Gelände am neu entstehenden BFGoe-Bildungscampus in der Levinstraße und der angrenzenden Grätzelstraße 14a kein Vorzeigeobjekt. Doch das wird sich ab dem kommenden Jahr ändern. „Anfang Dezember haben wir den Zuwendungsbescheid erhalten. Damit können wir nun die Klimaanpassung des gesamten Areals in Angriff nehmen“, freut sich BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher. Vor einem Jahr hatte die BFGoe den Antrag mit dem vielversprechenden Namen „Grünes Levinquartier am BFGoe Bildungscampus“ im Rahmen der Förderrichtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eingereicht.

Das Vorhaben: Gebäude und Gelände in der Levinstraße und der Grätzelstraße 14a so aufzuwerten, dass sie aktiv das Mikroklima verbessern. „Damit wollen wir nicht nur die Betreuungs- und Arbeitssituation für Mitarbeitende und Teilnehmende spürbar verbessern, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erläutert Christian Schmelcher. Die Planungen betreffen das „BFGoe Bildungszentrum“, ein Fabrikgebäude aus den 1930er Jahren, das gerade bei laufendem Betrieb saniert wird. Des Weiteren ein Anbau aus den 1990er Jahren sowie in der Grätzelstraße 14a eine Werkhalle aus den 1980er Jahren, in der die Kfz-und Metallwerkstatt ihren Sitz hat sowie die vollständig versiegelten Flächen dazwischen. Christian Schmelcher führt aus: „Wir wollen die Flächen entsiegeln, Grünflächen anlegen,Versickerungsmöglichkeiten und ein grünes Klassenzimmer schaffen. Genaueres ist Gegenstand der ausführlichen Planung, die jetzt erst kommt“, so Christian Schmelcher.

Das Verfahren ist zweistufig. Die aktuelle Kostenzusage erstreckt sich auf das Erarbeiten eines detaillierten Anpassungskonzepts, das bis Juli 2022 vorliegen soll sowie den Aufbau eines Projektteams. Nach einem Folgeantrag sind in der zweiten Stufe dann bis zu 80 Prozent der Kosten für die Umbaumaßnahmen förderfähig.