Neubau für die BFGoe

Am 10. August legten Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt, BFGoe–Vorstand Christian Schmelcher und Architekt Stefan Meyfarth vom Architekturbüro archConcept den Grundstein für den Neubau der Produktionsschule in der Levinstraße 1a.

Legten den Grundstein für ein neues Kompetenzzentrum der BFGoe (v.l.): Stefan Meyfarth (archConcept), Franziska Riethmüller (archConcept), Petra Broistedt (Stadt Göttingen), Christian Schmelcher (BFGoe) und Maik Bachmann (BFGoe). Foto: BFGoe)

Im Plan: Der Neubau der Produktionsschule und künftiger Sitz der BFGoe soll bereits im Juli 2022 bezugsfertig sein. (Computergrafik: archConcept)

Notwendig geworden war er, weil der Holzbau aus der Nachkriegszeit Einsturz gefährdet und nicht mehr sanierbar war. „Unser Gedanke war dann: Wenn wir schon bauen müssen, macht es Sinn, Kompetenzen an einem Ort zu bündeln“, berichtet BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher. Zur BFGoe gehören neben der Produktionsschule fünf Jugendwerkstätten, von denen sich zwei in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen und neuen Produktionsschule befinden. Drei weitere sind bislang im Alfred-Delp-Weg 1-3 untergebracht, werden dann aber neben der Verwaltung der BFGoe ebenfalls Platz im Neubau finden.

Der konkreten Bauplanung gingen aufwendige Tiefenbohrungen an mehreren Stellen voraus. Denn in einem Meter Tiefe befindet sich eine 90 Zentimeter dicke Betonsohle aus Vorkriegszeiten, die wiederum auf mehreren Betonpfählen gegründet ist und auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden musste. Nach der Genehmigung des Neubaus durch den Verwaltungsrat und der Zustimmung durch den Rat der Stadt im Dezember 2020, bezog die Produktionsschule ihr Ausweichquartier in der ehemaligen Heinrich–Heine–Schule. Als dann im Mai 2021 die Baugenehmigung folgte, fiel mit Abriss der alten Produktionsschule der Startschuss.

Energieautark und begrünt

Der fünfgeschossige Neubau inklusive Keller wird eine Nutzfläche von 2.200 m² besitzen. Hinzukommen noch einmal 300m² im alten, massiven Anbau. „Trotz der konventionellen Bauweise mit Mauerwerk und Beton haben wir auch die Nachhaltigkeit im Blick gehabt. Die Gebäudehülle ist nah am Passivhausstandard, zudem erhält der Neubau eine digitale Messsteuerregeltechnik, die einen autarken, automatisierten Betrieb ermöglicht. Begrünte Dachflächen und Photovoltaikflächen ergänzen unser Bemühen um Nachhaltigkeit und Nutzung regenerativer Energiequellen“, führt Stefan Meyfarth aus. Die Baukosten in Höhe von 6,7 Millionen Euro werden durch einen städtischen Kredit aus der Konzernfinanzierung getragen und durch die BFGoe getilgt. Die Fertigstellung ist für Juli 2022 geplant.

Brandschutzsanierung 

Der Neubau steht in direkter Nachbarschaft zur Levinstraße 1, die ebenfalls verschiedene BFGoe-Projekte wie z.B. das Bildungszentrum für Zugewanderte beherbergt. Bei laufendem Betrieb wird dort zeitgleich der Brandschutz saniert. „Das ist eine unglaubliche Belastung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. Mein besonderer Dank gilt deshalb auch ihnen“, betont Christian Schmelcher.