Studierende identifizieren Einsparpotenzial

Es wird das neue Zuhause für die Produktionsschule, drei Jugendwerkstätten und die Verwaltung der BFGoe: Der Neubau in der Levinstraße 1a. Zum Areal des künftigen Bildungscampus gehören allerdings auch ältere Gebäude. Im Rahmen eines Semesterprojekts untersuchten Studierende der HAWK diese Gebäude hinsichtlich ihres Energieeinsparpotenzials.

Spürten Einsparpotenzial im Bildungszentrum für Zugewanderte und in der Kfz&Metall (Jugend) Werkstatt auf: Steve Hartmann und Kerstin Arndt. (Foto: privat)

Mit aufwendigen Untersuchungsmethoden, wie einer Wärmebildkamera, deckten Steve Hartmann und Kerstin Arndt Schwachstellen in der Gebäudehülle auf. (Foto: Hartmann/ Arndt)

Es wird das neue Zuhause für die Produktionsschule, drei Jugendwerkstätten und die Verwaltung der BFGoe: Der Neubau in der Levinstraße 1a. Das Gebäude ist nah am Passivhausstandard. Trotz seiner konventionellen Bauweise wird in allen Bereichen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von vornherein mitgedacht. Zum Areal des künftigen Bildungscampus gehören allerdings auch eine Werkhalle aus den 1980er Jahren, in der die Jugendwerkstatt Kfz & Metall angesiedelt ist (Grätzelstraße 14a) sowie ein Fabrikgebäude aus den 1930er Jahren (Levinstraße 1), in dem das Bildungszentrum für Zugewanderte und weitere Projekte untergebracht sind. Letzteres wird bei laufendem Betrieb saniert.

Im Rahmen eines Semesterprojekts untersuchten Kerstin Arndt und Steve Hartmann, Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Göttingen (HAWK), von Oktober bis November 2021 diese Gebäude hinsichtlich ihres Energieeinsparpotenzials. Mit einer Wärmebildkamera spürten sie die Schwachstellen in der Gebäudehülle auf, an denen Wärme von innen nach außen entweicht. Zusätzlich schlossen sie sogenannte Energielogger sowie einen Smart Pi Computer an die Geräte im Gebäude an, um herauszufinden welche Geräte unnötig Strom ziehen. Über fünf Tage hinweg und auch am Wochenende maßen sie den Energieverbrauch. „Auf diese Weise konnten sie nicht nur Zeiten identifizieren, an denen sich Strom einsparen lässt, sondern auch Defekte aufdecken, die einen erhöhten Energieverbrauch verursachten. Jetzt können wir gegensteuern“, fasst BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher zusammen. Durch den Einbau von Ventilatoren, die die Wärme in der Werkhalle von oben nach unten verteilen und der Dämmung der Rolltore in der sowie der Installation von Bewegungsmeldern in beiden Gebäuden, errechneten Arndt und Hartmann ein Einsparpotenzial von jährlich 1.664 kWh Strom und bis zu 1.236 kWh Wärmeenergie. „Allein mit diesen einfachen und kostengünstigen Maßnahmen können wir 589 kg CO2 einsparen. Durch unser Vorhaben, große Teile des Geländes zu entsiegeln und zu begrünen, werden es aber sicher noch mehr“, ist Christian Schmelcher zuversichtlich.