Reste mit Mehrwert

Aus Restholz lässt sich eine ganze Menge machen. Kommen handwerkliches Geschick und eine Idee mit Herz dazu, entsteht manchmal sogar Musik. In einem besonderen Upcycling-Projekt verwandelten die Teilnehmenden der Jugendwerkstatt Tischlerei übrig gebliebene Holzstücke in farbenfrohe Cajons für ein Kinder- und Jugendhospiz.

Die Holzkistentrommeln werden in der Musikpädagogik und Musiktherapie eingesetzt. Sie ermöglichen gemeinsames Musizieren und schaffen gerade für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen eine Möglichkeit, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. „Für unsere Teilnehmenden war das eine gute Gelegenheit, ihre handwerklichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Vom Zuschneiden der Holzteile über das Verleimen bis zur Oberflächenbearbeitung und Endmontage übernahmen sie alle Arbeitsschritte selbst. Gleichzeitig erleben sie, dass ihre Arbeit gebraucht wird und einen konkreten Nutzen für andere Menschen hat“, erläutert Juliane Gille, Sozialpädagogin in der Tischlerei. 

Zur BFGoe gehören fünf Jugendwerkstätten, die die Berufsfelder Holzverarbeitung, Metallbau, Kfz-Mechanik, Gesundheit und Soziales sowie Mediengestaltung abdecken. Ihr Ziel: Gemeinsam mit jungen Menschen eine individuelle und realistische Perspektive für eine Ausbildung oder Beschäftigung zu entwickeln. Durch die Verbindung von praktischem Arbeiten und individueller Begleitung gewinnen die Teilnehmenden nicht nur erste berufspraktische Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten und entdecken ihr Potenzial. 

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Aus Holzresten lässt sich noch viel herstellen: Diese farbenfrohen Cajons stellte die Jugendwerkstatt Tischlerei für ein Kinder- und Jugendhospiz her. (Foto: BFGoe)