Mehr Grün, weniger Hitze

Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Aufenthaltsqualität: Mit dem Konzept „Grünes Levinquartier“ haben wir unseren Bildungscampus klimaresilient umgestaltet. Entstanden ist ein Ort, der zeigt, wie sich Klimaanpassung auswirkt.

Temperaturen über 30 Grad, Starkregen und Trockenperioden machen die Folgen des Klimawandels auch bei uns spürbar. Deshalb haben wir unseren zuvor überwiegend versiegelten Campus gezielt klimaresilient umgestaltet. Auf mehr als 8.000 Quadratmetern entstanden entsiegelte Flächen, neue Grünbereiche, Baumpflanzungen, begrünte Fassaden und Dächer sowie attraktive Aufenthalts- und Bewegungsflächen. Wo Regenwasser früher abfloss und sich Hitze staute, entstehen heute Abkühlung und bessere Bedingungen für Arbeit und Bildung. 

Grundlegend dafür ist das Prinzip der Schwammstadt: Durch das Entsiegeln der Flächen wird das Regenwasser vor Ort aufgenommen und gespeichert. Die angelegten Grünflächen sorgen dann durch Verdunstung für natürliche Abkühlung. Auf diese Weise verbessert sich das Mikroklima. 

Im Juli 2025 begannen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Innenhofs.

„Wir wollten ganz konkret die Bedingungen für die Menschen auf unserem Campus verbessern“, betont BFGoe-Vorständin Annette Allweil. „Zu Beginn der Bauarbeiten haben wir das Projekt unseren Mitarbeitenden angekündigt und von einem grünen Bewegungs- und Aufenthaltsraum gesprochen, mit Sitz- und Schattenbereichen, Begrünung, Hochbeeten, einer Calisthenics-Anlage, einem Sprudelstein und einer Slackline. Damals war das ein Plan. Heute steht es hier – und darauf sind wir sehr stolz.“

Mitgestaltet statt nur zugeschaut

Ein wichtiger Teil des Projekts war die aktive Beteiligung unserer Quartierarbeit sowie der Beschäftigten und Teilnehmenden unserer Arbeitsgelegenheiten. Sie haben nicht nur zugeschaut, wie etwas Neues entsteht, sondern selbst mit angepackt – mit Tatkraft, handwerklichem Einsatz und viel Engagement. Damit wurde der Campus nicht nur für unsere Teilnehmenden gestaltet, sondern an vielen Stellen gemeinsam mit ihnen. Genau das ist Beschäftigungsförderung ganz praktisch: nicht nur darüber zu sprechen, was Menschen können, sondern Möglichkeiten zu schaffen, Fähigkeiten einzubringen, Neues auszuprobieren und am Ende auf ein sichtbares Ergebnis blicken zu können: „Da habe ich mitgemacht.“

Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Gästen und Mitarbeitenden wurde das Grüne Levinquartier im September feierlich eingeweiht. Die Umsetzung wurde mit rund 400.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ gefördert. 200.000 Euro stammen aus Eigenmitteln der BFGoe.

Zurück
Sorgt für ein besseres Mikroklima: Das Grüne Levinquartier. (Foto: BFGoe)