10 Jahre Produktionsschule

Mit einem Fest feierten Schülerinnen und Schüler, Kooperationspartner, Mitarbeiter und Gäste im Oktober das Jubiläum in der Produktionsschule.

10 Jahre Produktionsschule: Zu den Gratulanten zählte auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (Foto: BFGoe)

Die hohe Quote von SchulabgängerInnen ohne Abschluss senken - mit diesem Ziel ging die Produktionsschule vor 10 Jahren an den Start. Schülerinnen und Schüler, die die Schule verweigern und bei denen Gefahr besteht, dass sie die Schule abbrechen, sollten mit diesem alternativen Konzept aufgefangen und zum Abschluss geführt werden. Das fünfköpfige Team aus Pädagogen und Fachanleitern setzt dafür auf größtmögliche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Konzept und auf praxisorientiertes Lernen. "Praxisorientiert heißt z.B., dass Materialien für das Fach Physik im Nachmittagsunterricht selbst gebaut werden", erklärt Maike Lotze, die die Produktionsschule mit aufbaute und bis zum Herbst leitete.

Mit diesem Ansatz hat das Team Erfolg: Von 83 Schülerinnen und Schülern, die seit 2007 die Produktionsschule besuchten, haben 63 Prozent ihren Abschluss erreicht. Mit 35 von ihnen steht das Team noch in Kontakt. "Sie besuchen weiterführende Schulen, stehen in Ausbildung oder arbeiten bereits. Ein Teilnehmer wird sogar bald sein Studium abschließen", freut sich Maike Lotze. Gleichzeitig betont sie, dass die Arbeit der Produktionsschule nur Aussicht auf Erfolg hat, "wenn die Schulen infrage kommende Jugendliche rechtzeitig vorschlagen. Je frühzeitiger sie zu uns kommen, desto erfolgreicher können wir mit ihnen arbeiten". Im Oktober feierte das Team der Produktionsschule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Ehemaligen und Unterstützern das runde Jubiläum. "Wir begannen unsere Arbeit mit sieben Schülerinnen und Schülern. Dass wir heute regelmäßig mit 18 Jugendlichen voll ausgelastet sind zeigt, dass es auch 10 Jahre später immer noch einen hohen Bedarf an unserer Arbeit gibt", berichtet Ralf Ruther, der die Leitung von Maike Lotze übernommen hat.

Seit 2012, nach Auslaufen der Fördermittel "Soziale Stadt", wird die Produktionsschule über die Stadt Göttingen und anteilig über den Landkreis finanziert.