Digital Lernen

Landesweit sind alle Schulen geschlossen, wann sie wieder öffnen noch offen. Auf die geänderten Bedingungen hat die Produktionsschule rasch reagiert und ein Modell entwickelt, das es erlaubt, den Unterricht mit Abstrichen fortzusetzen.

Mit Wirkung zum 16. März wurden alle Schulen in Niedersachsen geschlossen. Seither  werden Schüler*innen zuhause mehr oder weniger regelmäßig mit Unterrichtsmaterial per PDF oder Post versorgt, um im Stoff zu bleiben. „Das war mir zu wenig. Ich wollte nicht nur PDF’s hin und her schicken. Wir haben rasch eine Lösung gefunden und so konnten wir in den zwei Wochen vor den Osterfeiern Unterricht anbieten“, sagt Ralf Ruther, Leiter der Produktionsschule.

Genau wie alle anderen Schulen stand er vor dem Problem, wie der den Unterricht fortsetzen könnte. „Wir haben zunächst eine Cloud eingerichtet, in die wir dann Unterrichtsmaterial hochgeladen haben“, so Ralf Ruther. Bis zum Beginn der Osterferien stand er jeden Tag zwischen 9.00 und 13.00 Uhr den Schüler*innen im Live-Chat für Fragen zur Verfügung, sodass diese die Aufgaben dann selbständig zuhause weiter bearbeiten konnten bis zur Abgabefrist um 18.00 Uhr. Ralf Ruther und Kollegin Barbara Flaig, die seitens der Heinrich-Heine-Schule das Team unterstützt, kontrollierten dann die Rückläufe, gaben ein Feedback und stellten neue Aufgaben in die Cloud ein. „Wer nicht mitgemacht hat, den haben wir angerufen. Manchmal war dann auch ein Gespräch mit den Eltern notwendig“, berichtet Ralf Ruther. Zusammen mit anderen Kolleg*innen der BFGoe arbeitet er nebenbei daran, wie sich das Beratungs- und Seminarangebot der BFGoe digitalisieren lässt. In Bezug auf die Produktionsschule wünscht sich Ralf Ruther einen virtuellen Klassenraum, in dem er live unterrichten kann, die Schüler*innen zugeschaltet sind und alle miteinander über die technischen Möglichkeiten in direkten Kontakt treten können. „Den Unterricht werden wir nach den Ferien zunächst für drei Tage in dieser Form aufrechterhalten. Sollten die Schulen danach weiterhin geschlossen sein, können wir dann hoffentlich den Unterricht virtuell weiterführen“, so Ralf Ruther