„Perspektiven statt Barrieren“

Gelegenheit zur Information und zum Austausch bot im Oktober der Fachtag „Perspektiven statt Barrieren – auf die Haltung kommt es an“. Mehr als 100 Besucher, darunter zahlreiche Menschen mit Schwerbehinderung, Arbeitergeber und Kooperationspartner, folgten der Einladung des Projekts „MITTENDRIN“.

 

Barbara Jahns-Hasselmann (rechts) berichtet über die Arbeit von MITTENDRIN. (Foto: BFGoe)

Vorträge, Expertengespräche und Fallbeispiele schärften den Blick für Chancen und Potentiale der beruflichen Integration von Menschen mit einer Schwerbehinderung. "Innerhalb der letzten 2,5 Jahre, in denen wir schwerbehinderte Menschen beraten, gefördert und in den Arbeitsmarkt begleiten haben, hat sich gezeigt, dass Inklusion nur gemeinsam, durch beidseitiges Aufeinanderzugehen gelingen kann", resümiert Projektleiterin Barbara Jahns-Hasselmann.

 Bereits 15 Monate nach dem Projektstart im Mai 2015, gelang es den Inklusionsberaterinnen und -beratern 59 Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu vermitteln. Um die Integration nachhaltig zu gestalten, bietet MITTENDRIN ein Nachcoaching an. "Oft tauchen noch im Arbeitsalltag Fragen und Probleme auf, die zum Abbruch des Arbeitsverhältnisses führen können. Deshalb ist es wichtig den Integrationsprozess und damit alle Beteiligten auch nach dem Eintritt ins Arbeitsverhältnis beratend zu begleiten", ergänzt Barbara Jahns-Hasselmann.

Das Modellprojekt MITTENDRIN wird noch bis April 2018 seitens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichfonds gefördert. Aufgrund des hohen Vermittlungserfolges werden aktuell die Voraussetzungen für eine Weiterführung des Projekts im Anschluss durch die Kommune oder den Landkreis Göttingen geprüft.