Perspektiven statt Wartestellung: Fünf Jahre BiF

2015 gründeten wir als Konsequenz aus den Flüchtlingsbewegungen in Kooperation mit der Stadt Göttingen das „Bildungszentrum für Flüchtlinge“. Erstmals wurden Integrations-Angebote der BFGoe unter einem Dach gebündelt. Seither konnten wir mehr als 3.000 Zugewanderte beraten und unterstützen.

Zugewanderte sprachlich, sozial und beruflich schnell auf eigene Füße stellen und in die deutsche Gesellschaft integrieren: Mit diesem Ziel hat die BFGoe vor fünf Jahren in Kooperation mit der Stadt Göttingen das Bildungszentrum für Flüchtlinge (BiF) gegründet. Alle sprach- und berufsbezogenen Qualifizierungs- und Integrationsangebote der BFGoe wurden dort erstmals zentral unter einem Dach gebündelt. Zum Begriff geworden ist die sogenannte „Göttinger Förderkette“, die Sprachkurse, Berufsorientierung und Qualifizierung sowie Praktika, Ausbildung oder Arbeit wie eine Gliederkette aneinander reiht. „Damit die Integration nachhaltig gelingt, stimmen wir uns zusätzlich kontinuierlich mit unterschiedlichen Trägern ab, sprechen mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und reduzieren hemmende Schnittstellen für Teilnehmende wo es nur möglich ist“, erläutert BFGoe-Abteilungsleiterin Gudrun Steinmetz.


Heute ist das BiF um zahlreiche Projekte gewachsen. In den Mittelpunkt gerückt sind zunehmend die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen, die die Teilnehmenden mitbringen. Angebote wie ZORA, die sich speziell an zugewanderte Frauen und Mütter wenden, sind so entstanden, ebenso wie Projekte des zweiten Arbeitsmarktes, wie z.B. NetzTeil und CheckIn-Job. „In den vergangenen fünf Jahren haben knapp 1.900 Zugewanderte die BFGoe-Sprachkurse besucht, mehr als 2.200 konnten wir in Kurse anderer Träger vermitteln. 567 Menschen haben unsere berufsvorbereitenden Angebote genutzt, wovon 151 Arbeit gefunden haben oder in einer Ausbildung sind. Das entspricht knapp 27 Prozent. Das kann sich sehen lassen“, resümiert Gudrun Steinmetz.
 
Mit dem Ausbau der Angebote stieg auch das finanzielle Engagement. Während dem BiF im Startjahr rund 230.000 Euro zur Verfügung standen, sind es heute rund 1,5 Mio. Euro.
„Wir haben in den vergangenen fünf Jahren zudem viel in neue Mitarbeitende, das Gebäude und zeitgemäße Technik investiert, um zukunftsfähig zu sein“, erklärt BFGoe-Vorstand Christian Schmelcher.