„Schulflüchtige“ fertigen Nisthilfe für Bienen

Die Frage, wie sich der Klimawandel, Flächenversiegelung und intensive Landwirtschaft auf Insekten auswirkt, hat die Teilnehmer*innen der Projekte „Schulpflichterfüllung in Jugendwerkstätten“ (SiJu) und „JUGEND STÄRKEN“ beschäftigt. Um Bienen zu helfen, haben sie gemeinsam ein „Bienenhotel“ gebaut.

Bezugsfertig: Vor Ort bestückten die fünf Teilnehmer*innen die Holzrahmenkonstruktion mit Naturmaterialien, die als Nisthilfe für unterschiedliche Bienenarten dienen sollen. (Foto: BFGoe)

Flächenversiegelung, Klimawandel, Lichtverschmutzung, intensive Landwirtschaft: Dass es Insekten in Deutschland schlecht geht, davon haben auch die Teilnehmer*innen der BFGoe-Jugendprojekte „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ und „Schulpflichterfüllung in Jugendwerkstätten“ gehört und beschlossen mit einem Bienenhotel zu helfen. Jeweils einmal pro Woche über sechs Monate hinweg sägten und schliffen die Jugendlichen unbehandelte Hölzer, sammelten Äste und Bambusrohre, bohrten unterschiedlich große Löcher für die jeweiligen Insekten und imprägnierten Dach und Rahmen mit Speiseöl. Einen „Prototyp“ hatten die 14- bis 18-jährigen bereits im Vorfeld gebaut und auf dem Gelände der Levinstr. 1 aufgestellt. Nach Rücksprache mit dem Verein „Internationale Gärten“, wurde das 1,5m x 2m große Insektenhotel im Juli im Friedensgarten in Grone aufgestellt. Weitere Nist- und Überwinterungshilfen für wildlebende Insekten sind in verschiedenen Varianten bereits in Arbeit. Vorschläge für geeignete Stellplätze werden gerne entgegen genommen (j.duerr@goettingen.de).

Fernbleiben vom Unterricht, Schulangst: die Gründe, aus denen der Erfolg in der Schule ausbleibt oder gar der Schulabschluss gefährdet sein kann, sind vielfältig. Die BFGoe-Projekte „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ und „Schulpflichterfüllung in Jugendwerkstätten“(SiJu) nehmen sich diesen Schüler*innen an. Während mit der Teilnahme im Projekt SiJu die Schulpflicht erfüllt werden kann, begleitet und berät „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ schulmüde Jugendliche und deren Familien auf dem Weg zum in den Unterricht oder Schulersatzmaßnahmen. Um den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass sie ihre Umwelt positiv beeinflussen können, schaffen die pädagogischen Teams einen niedrigschwelligen Zugang zu gesellschaftlichen Themen über die Herstellung von Objekten, die einen nachweisbaren Nutzen haben. Wie auch bei diesem ökologischen Mikroprojekt, werden den Jugendlichen dazu themenbezogene Hintergrundinformationen näher gebracht und in alle Arbeitsschritte eingebunden.